Historie

Bund der Frauenvereine Bielefeld - ein historischer Abriss

Erster Neujahrsempfang für Vertreterinnen der Frauenorganisationen aus Bielefeld und Umgebung - inzwischen mit rund 200 Teilnehmerinnen.

1998

Öffnung und Aufnahme weiterer Frauenverbände und Fraueninitiativen in den Bund der Frauenvereine Bielefeld.
Gegenwärtig sind 25 Frauenverbände im Bund der Frauenvereine zusammengeschlossen, die über 12.000 Frauen in Bielefeld vertreten.
Etablierung eines allgemeinen Gesprächsforums für und mit unterschiedlichen Frauengruppen sowie Gastrednerinnen aus der Region.

1984

Hildegard Bork, Diakonisse, Fürsorgerin und Leiterin der Familienfürsorge bei der Stadt Bielefeld, wird Vorsitzende vom  Bund der Frauenvereine. Die Aktivitätsschwerpunkte im sozialen Bereich werden von ihr fortgesetzt. Berührungspunkte mit der zweiten Frauenbewegung der 70-er Jahre gab es nicht, aber einen überparteilichen Zusammenschluss der Frauen im Rat (CDU, SPD,FDP) für die Gründung eines Frauenhauses. Diese Ratsfrauen waren auch Mitglieder im Bund der Frauenvereine Bielefeld.

1979

Dr. Maria Stemme übernahm den Vorsitz im Bund der Frauenvereine. In ihre Zeit fallen die Gründung einer Mütterschule zur Frauenbildung (Hedwig-Dornbusch-Schule, heute Familienbildungsstätte), die Eröffnung der Verbraucherberatungsstelle sowie die Zusammenarbeit mit der Familienerholung der Caritas (Frau Feig), der Frauenantialkoholbewegung (einer Parallelbewegung zum Blauen Kreuz) und dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (Frau Meier zu Drewer).

1960

Der Bund der Frauenvereine Bielefeld gründet sich wieder. Vorsitzende wurde Hedwig Dornbusch, 1910 Mitbegründerin des Vaterländischen Frauenvereins, Ehefrau des Fabrikanten Karl Dornbusch und in zahlreichen Gremien (u.a. ev. Kirche, DRK) engagiert.

1950

Selbstauflösung des Bundes der Frauenvereine, nachdem am 20. April 1933 beim sogenannten "Schulappell" mit der Rede des Rektors und dem Absingen der neuen Hymne Luise Tade den ‚Heil Hitler‘ Gruß vor der versammelten Lehrer- und Schülerschaft verweigerte.

1933

Der Bund der Frauenvereine stand mit seinen Aktivitäten ganz im Zeichen der Jugendbewegung der 20-er Jahre: Ein Kinder- und Jugenderholungsheim in Bielefeld-Senne wurde eröffnet; die Pädagogin Tade arbeitet mit modernen Methoden der Pädagogik (Gruppenpädagogik, musikalische Früherziehung);  Anni Holzapfel aus Herford bekam als erste Frau die Leitung einer Schule in Bielefeld übertragen; die Werksfürsorge (soziale Betriebsarbeit) entsteht in der Seidenweberei Delius und zeitgleich bei dem Unternehmen Oetker und ist verbunden mit den Namen Klara Delius, Lina Oetker und Lisa Korsbeter, eine der ersten Werksfürsorgerinnen; die soziale Gerichtshilfe (Else Noak-Bozi) und die Christliche Gewerkschaftsbewegung (Fräulein A. Schmidt) entstehen ebenso wie die Suchtkranken-Fürsorge und die Alkoholgefährdeten-Arbeit in Bielefeld (Fräulein Lohmann).

1933

Annäherung zwischen bürgerlicher und sozialdemokratischer Frauenbewegung (Fräulein Luise Tade, Lehrerin an der Luisenschule, einer hiesigen Mädchenschule und Klara Weber, Sozialdemokratin).  

1919

Nach dem Vorbild des 1894 gegründeten "Bund Deutscher Frauenvereine" fanden sich in Bielefeld Frauen aus der Reformbewegung, der neuen Jugendbewegung, der evangelischen Erweckungsbewegung-Ravensberg und der Antialkoholbewegung unter dem Namen Bund der Frauenvereine Bielefeld zusammen.

1909