Historie

Bund der Frauenvereine Bielefeld - ein historischer Abriss

Erster Neujahrsempfang für Vertreterinnen der Frauenorganisationen aus Bielefeld und Umgebung.

1998

Öffnung und Aufnahme weiterer Frauenverbände und Fraueninitiativen in den Bund der Frauenvereine Bielefeld.

Etablierung eines allgemeinen Gesprächsforums für und mit unterschiedlichen Frauengruppen sowie Gastrednerinnen aus der Region.

1984

Vorsitzende: Hildegard Bork, Diakonisse, Fürsorgerin und Leiterin der Familienfürsorge bei der Stadt Bielefeld.  Aktivitätsschwerpunkte im sozialen Bereich. Kaum Berührungspunkte mit der neuen Frauenbewegung der 70-er Jahre. Überparteilicher Zusammenschluss und Votum der Frauen im Rat (alle auch Mitglied im Bund der Frauenvereine) für die Gründung eines zweiten Frauenhauses. 

1979

Vorsitzende: Dr. Maria Stemme. Aktivitäten: Gründung einer Mütterschule zur Frauenbildung (Hedwig-Dornbusch-Schule, heute Familienbildungsstätte); Eröffnung der Verbraucherberatungsstelle; Zusammenarbeit mit der Familienerholung der Caritas, der Frauenantialkoholbewegung (einer Parallelbewegung zum Blauen Kreuz) und dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

1960

Wiedergründung Bund der Frauenvereine Bielefeld. Vorsitzende: Hedwig Dornbusch, Ehefrau des Fabrikanten Karl Dornbusch und in zahlreichen Gremien (u.a. Ev. Kirche, DRK) engagiert.

1950

Am 20. April 1933, beim sogenannten "Schulappell" mit der Rede des Rektors und dem Absingen der neuen Hymne, verweigerte die Pädagogin Luise Tade vor versammelter Lehrer- und Schülerschaft den ‚Heil Hitler‘ Gruß. Im Mai Selbstauflösung des Bundes der Frauenvereine. Begründung:Der Einfluss national-sozialistischer Tendenzen sei nicht mehr aufzuhalten. 

1933

Der Bund der Frauenvereine stand mit seinen Aktivitäten ganz im Zeichen der Jugendbewegung der 20-er Jahre: Eröffnung eines Kinder- und Jugenderholungsheimes in Bielefeld-Senne; Anwendung moderner Methoden der Pädagogik (Gruppenpädagogik, musikalische Früherziehung);  Leitung einer Schule in Bielefeld erstmals einer Frau übertragen; Einrichtung der Werksfürsorge (soziale Betriebsarbeit) in Bielefelder Unternehmen; Soziale Gerichtshilfe, Christliche Gewerkschaftsbewegung, Suchtkranken-Fürsorge und die Alkoholgefährdeten-Arbeit entstehen in Bielefeld.

1933

Annäherung zwischen bürgerlicher und sozialdemokratischer Frauenbewegung.

1919

Vorbild: Der 1894 gegründete "Bund Deutscher Frauenvereine".
In Bielefeld schlossen sich Frauen aus der Reformbewegung, der neuen Jugendbewegung, der evangelischen Erweckungsbewegung-Ravensberg und der Antialkoholbewegung unter dem Namen Bund der Frauenvereine Bielefeld zusammen.

1909